Wenn das Büro umzieht, sieht man plötzlich, was sich über die Jahre am eigenen Platz angesammelt hat. Kabel, Zettel, Tassen, halbe Notizbücher, Fotos und eine Schublade, die niemand mehr öffnet. Ein Umzug ist deshalb auch eine Gelegenheit, Ordnung zu schaffen. Mit etwas Ruhe und einem Plan wird das Packen zu einer überschaubaren Aufgabe, statt zu einem Berg, den man vor sich herschiebt und der immer größer wirkt.
Schritt für Schritt
Beginne früh mit dem Aussortieren, am besten schon einige Wochen vorher. Gehe eine Schublade nach der anderen durch, und teile den Inhalt in drei Häufchen: behalten, weitergeben, wegwerfen. Wer früh anfängt, muss am Ende nicht in Eile alles in Kisten werfen. Die Papiere, die du seit Langem nicht angefasst hast, kannst du meist aussortieren. Frage bei Unsicherheit eine Kollegin oder einen Kollegen, bevor du etwas entsorgst, das andere brauchen könnten.
Packe nach Themen und beschrifte jeden Karton deutlich. Schreibe deinen Namen, den neuen Standort und den Inhalt in groben Worten darauf, etwa „Kabel und Ladegeräte“ oder „Ordner Projekte“. Lege das, was du am ersten Tag brauchst, in eine eigene Kiste, die du selbst trägst: Ladegerät, Kopfhörer, Schreibzeug, ein Glas und ein paar persönliche Dinge. Dann kannst du am neuen Platz sofort loslegen.
Fotografiere vorher den Aufbau deines Arbeitsplatzes, besonders die Kabel hinter den Geräten. Das hilft, wenn du alles wieder anschließen musst und nicht mehr weißt, was wohin gehört. Persönliche Gegenstände wie Pflanzen oder Bilder trägst du besser selbst, als sie den Umzugshelfern zu überlassen. Zerbrechliches gehört in Zeitungspapier oder Tücher, und Tassen stellst du nicht in eine Kiste mit schweren Ordnern.
Am neuen Platz nimmst du dir Zeit, bevor du alles auspackst. Überlege, wo was am besten stehen soll, statt den alten Zustand nachzubauen. Ein Umzug ist die Chance, es einmal anders zu machen. Räume zuerst die Schublade ein, die du am häufigsten brauchst, und hebe dir Seltenes für später auf. Und wenn sich die neue Umgebung fremd anfühlt, gib ihr ein paar Tage. Meist ist nach kurzer Zeit alles so vertraut, dass man sich fragt, wie es vorher war, und die Kartons sind längst vergessen.