In einem Büro, in dem viele Menschen nebeneinander sitzen, sieht und hört man automatisch viel voneinander. Meistens ist das harmlos. Doch manchmal geht es um Dinge, die nicht für alle gedacht sind: ein Brief, eine Übersicht, ein Gespräch mit einem Kunden. Es geht dabei nicht um Misstrauen, sondern um Aufmerksamkeit und Höflichkeit. Wer neu in ein Team kommt, merkt schnell, wie unterschiedlich die Gewohnheiten sind. Mit ein paar Handgriffen bleibt alles dort, wo es hingehört, und niemand muss sich Sorgen machen.
Kleine Gewohnheiten, die helfen
Räume Papiere weg, wenn du den Platz verlässt, und lege sie mit der Schrift nach unten oder in eine Mappe, wenn du nur kurz aufstehst. Vergiss nicht, was im Drucker liegt. Hole Ausdrucke gleich ab, statt sie stundenlang im Fach zu lassen. Und wenn du Unterlagen entsorgst, die nicht für andere gedacht sind, wirf sie nicht einfach in den offenen Papierkorb neben dem Gang. Notizzettel mit wichtigen Angaben gehören nicht an den Bildschirmrand.
Auch der Bildschirm sagt viel. Sperre ihn, wenn du weggehst, auch nur für einen Kaffee. Das geht meist mit einem Tastendruck und wird schnell zur Gewohnheit. Achte beim Arbeiten darauf, wer hinter dir vorbeigeht. Wenn du etwas Sensibles öffnest, kann es helfen, den Bildschirm ein wenig zu drehen. So musst du niemandem misstrauen und schützt trotzdem, was dir anvertraut wurde.
Gespräche gehören dazu. Sprich über Persönliches oder Vertrauliches nicht an deinem Platz, sondern in einem Besprechungsraum oder an einem ruhigen Ort. Auch am Telefon bist du hörbar. Nenne Namen nur, wenn es nötig ist, und senke deine Stimme, wenn andere in der Nähe sind. Wenn du merkst, dass jemand etwas mithört, das nicht gedacht war, sage es freundlich, ohne Vorwurf. Am besten gewöhnst du dir an, solche Gespräche gar nicht erst zwischen Tür und Angel zu führen.
Und wenn du unsicher bist, wie ihr im Team damit umgeht, sprich es an. Frage die Kolleginnen und Kollegen oder deine Leitung, was in eurem Alltag üblich ist. Viele Teams einigen sich gern auf ein paar einfache Gewohnheiten. So entsteht eine Kultur, in der sich alle wohlfühlen und sicher sein können, dass ihre Dinge gut aufgehoben sind, auch wenn es einmal voll und laut ist.